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Do 15.11.
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Fr 16.11.
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Wasseranlage Vrané nad Vltavou

Die erste und älteste Stufe der Moldaukaskaden wurde (vor allem zu Schifffahrtszwecken) zwischen 1930 und 1935 am Flusskilometer 71,325 errichtet.

Bei der Wasseranlage Vrané handelt es sich aus wasserwirtschaftlicher Sicht nicht um einen Stausee, sondern um ein Wehr, das mit Pfeilern in vier 20-Meter-Felder aufgeteilt ist, die den oberen Wasserstand bis auf 9,7 m aufstauen können. Nach dem Lösen der Schütztafeln beträgt die Kapazität des Wehrs 2 800 m³ Wasser pro Sekunde. Über den Staudamm führt keine Straße.

Der Stausee Vrané umfasst 263 h, ist 13,4 km lang und reicht bis zum Sturzbecken der Stauanlage Štěchovice. An der Sázava (Sasau), dem rechtseitigen Zufluss der Moldau, ist der Staubereich 3 km lang und reicht bis zu der Ortschaft Pikovice.

Zu der Wasseranlage Vrané gehören zwei nebeneinander angebrachte Schiffsschleusen am linken Flussufer. Die größere von ihnen, die für Flöße und Frachtschiffe bestimmt ist, ist 134 m lang und 12 m breit. Die kleinere Schleuse, die für den Personenverkehr errichtet wurde, hat die Abmessungen von 85 x 12 m. Der Transport von kleinen und Sportwasserfahrzeugen erfolgt auf dem Landweg mithilfe einer am linken Ufer installierten Schienenbahn mit Wägen.

Obwohl die Wasseranlage Vrané primär für die Schifffahrt gedacht war, dient sie heute vor allem zum Ausgleich der unregelmäßigen Abflussmengen aus den Wasserkraftwerken Štěchovice und Slapy, zur Sicherung des Mindestabflusses im Flussbett der Moldau unter der Wasseranlage sowie zur Stromproduktion: Das Wasserkraftwerk befindet sich am rechten Ufer und ist mit zwei Kaplan-Turbinen mit einer Leistung von 6,94 MW ausgestattet (bei einem Schluckvermögen von jeweils 90 m³ Wasser pro Sekunde).

Außerdem ist die Stauanlage Vrané auch ein beliebtes und begehrtes Erholungsgebiet und ein Paradies für Angler und Wassersportler.