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Wasseranlage Kořensko

Genauso wie die Wasseranlage Hněvkovice, mit der Kořensko ein Anlagensystem bildet, wurde auch die Wasseranlage Kořensko zwischen 1986 und 1991 gebaut. Beide Wasseranlagen bilden somit die zwei jüngsten Stufen der sog. Moldaukaskaden.

Der Zweck der ca. 2 km unter dem Zusammenfluss der Moldau und Lužnice (Lainsitz) errichteten Wasseranlage Kořensko besteht einerseits in der Vermeidung von Schwankungen des Wasserstandes der Moldau in Týn nad Vltavou (Moldautein) und der Homogenisierung des Abwassers aus dem Atomkraftwerk Temelín, und andererseits in der Stromproduktion in einem kleinen Wasserkraftwerk mit zwei Winkel-Kaplan-Turbinen mit einer Leistung von jeweils 1,9 MW (beim Gefälle von 2 bis 6,2 m und Schluckvermögen von bis zu 35 m³ pro Sekunde).

Bei der Wasseranlage Kořensko handelt es sich eigentlich um keinen Stausee, sondern nur um einen Staukörper mit vier Feldern, jeweils 20 m breit und 4,8 m hoch. Das sich die Wasseranlage Kořensko schon im Staubereich der Wasseranlage Orlík befindet, dient das Wehr als sog. versenkte Staustufe, die dauerhaft mit Wasser aus dem Orlík-Stausee geflutet ist. Als Staudamm dient es nur dann, wenn der Wasserstand im Orlík-Stausee unter 353,05 m ü. M. sinkt. Die Wasseranlage Kořensko verhindert somit, wie bereits oben erwähnt, größere Schwankungen des Wasserstandes der Moldau in Týn nad Vltavou (Moldautein).

Zur Wasseranlage Kořensko gehört eine Schiffsschleuse für Schiffe mit einer Wasserverdrängung bis zu 300 t. Die Abmessungen der Schleuse betragen, genauso wie bei der Wasseranlage Hněvkovice, 45 x 6 m.