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Do 15.11.
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Fr 16.11.
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So 17.11.
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Wasseranlage Kamýk (Kamaik)

Unmittelbar oberhalb der gleichnamigen Ortschaft wurde am Flusskilometer 134,730 zwischen 1956 und 1962, vor allem zum Ausgleich der Spitzenabflüsse aus dem Wasserkraftwerk Orlík, die Wasseranlage Kamýk (Kamaik) errichtet. Der 10,2 km lange Stausee mit 12,9 Mio. m³ Wasservolumen und einer Fläche von 195 ha dient jedoch nicht nur als Ausgleichsbecken, sondern auch zur Stromproduktion, als Trinkwasserspeicher, zur Erhöhung der Durchflussmengen im Flussbett unter dem Staudamm, zum Schutz des Gebiets unter dem Stausee vor Hochwasser und teilweise auch als Erholungsgebiet, für Wassersportler und die Schifffahrt. Der Stausee kann jedoch nicht vollwertig für Erholungszwecke genutzt werden, da in den Stausee Kamýk (Kamaik) aus der Wasseranlage Orlík nur kaltes und sauerstoffarmes Grundwasser fließt, was zur Folge hat, dass es in dem See wenig Fische gibt und die Wassertemperatur nur selten 18 °C erreicht.

Der Staukörper besteht aus einer geraden Gewichtsstaumauer, die in der Krone 184 m lang und über dem Fundament 24,5 m hoch ist. Im Unterschied zu den anderen Stauseen der Moldaukaskaden, führt über die Krone des Staudamms keine Straße. Die vier Kronenüberläufe sind jeweils 18 m breit und können bis zu 2 000 m³ Wasser pro Sekunde befördern.

Am linken Ufer steht ein Wasserkraftwerk mit vier Kaplan-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 48 MW (bei einem Schluckvermögen von jeweils 90 m³ Wasser pro Sekunde), die ein Wassergefälle von 11,5 bis 15 m nutzen.

Die Schiffsschleuse am rechten Ufer ist 35 m lang, 6,5 m breit und für Schiffe mit einer Wasserverdrängung bis zu 300 t geeignet. Für den Transport von kleineren Sportwasserfahrzeugen gibt es am rechten Ufer eine Schienenbahn mit Wägen.