Wolkig
Fr 18.8.
19/27°
Bedeckt, Regen
So 19.8.
18/21°
Wolkig
Sa 20.8.
13/19°

Ausgewählte Natursehenswürdigkeiten I.

Moldauquelle

Am östlichen Hang des Berges Černá hora (Schwarzenberg), auf einer Höhe von 1 172 m, findet man einen künstlich angelegten Brunnen, in den das Wasser aus einem Hochmoor eingeleitet und somit ein symbolischer Ursprung der Moldau geschaffen wurde (hier noch unter dem Namen Černý potok – Schwarzbach). Durch das Hochmoor verläuft die Grenze der europäischen Hauptwasserscheide zwischen dem Schwarzen Meer und der Nordsee.

Vltavský luh (Moldau-Auen)

Das größte Torfbecken Tschechiens, Schutzgebiet (I. Zone des Nationalparks). Hinter dem Städtchen Lenora (Eleonorenhain) fließt die Teplá Vltava (Warme Moldau) durch ein breites und flaches Tal. Durch das geringe Gefälle des Flusslaufs entsteht ein typischer mäanderartiger Verlauf mit zahlreichen Auen und Pfuhlen, in denen viele seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind, z. B. der seltene fleischfressende Rundblättrige Sonnentau.

Mrtvý luh (Tote Aue)

Ein Naturreservat (Bestandteil der I. Zone des Nationalparks Böhmerwald) auf einer Fläche von 394 ha südlich von Volary am Zusammenfluss der Teplá und Studená Vltava (Warme und Kalte Moldau). Ein großes Torfmoor, vorwiegend mit Hakenkiefern durchwachsen, deren Alter teilweise bis auf 300 Jahre geschätzt wird. Charakteristisch für dieses Gebiet sind auch die allein stehenden, trockenen „toten“ Bäume, die einst bei einem Brand beschädigt wurden.

Čertova stěna (Teufelswand)

Ein Naturreservat. Am Flussabschnitt zwischen Loučovice und Vyšší Brod (Hohenfurth) befindet sich über dem tiefen schluchtenartigen Moldautal ein weitläufiges Geröllfeld (Steinmeer), das sich über den ganzen Hang bis zum Flussbett der Moldau erstreckt. Auf dem Gipfel findet man mächtige Felsengebilde. Das bekannteste von ihnen ist die sog. Ďáblova kazatelna (Teufelskanzel), die über die Straße zwischen Vyšší Brod (Hohenfurth) und Loučovice zugänglich ist.

Nová Obora

Ein Schwarzenberger Fürstenhof, erbaut 1699 an der Stelle zweier großer zugeschütteter Teiche. Heute beherbergt das renovierte Gebäude die moderne Glashütte Nová Obora und ist frei zugänglich für alle, die sich für das Glaserhandwerk interessieren.

Natursehenswürdigkeit Kopaniny

Ein Schutzgebiet unweit der Ortschaft Zbonín (Landkreis Písek) mit Resten der sog. Reliktkiefern, deren Alter auf über 170 Jahre geschätzt wird. Vom Holzbestand findet man hier überwiegen Weißbuchen und Waldkiefern. Durch das Gebiet verläuft der Sedláček-Lehrpfad, über den man von Písek bis nach Orlík nad Vltavou (Worlik) gelangen kann.

Naturreservat Drbákov – Albertovy skály (Albertovy Felsen)

Bei Nalžovice (Landkreis Příbram) sind am rechten Moldauufer Felsgruppen und Geröllfelder mit Steinschuttboden-Wäldern zu finden, mit großem Vorkommen der bedrohten Eibe. Durch das gesamte Gebiet, in dem u. a. auch die Brutstätten zahlreicher Greifvögel zu finden sind, verläuft ein Lehrpfad mit vielen Aussichtsplätzen.

Vymyšlená pěšina (Erfundener Pfad)

Ein 1999 im Naturreservat gleichen Namens errichteter Lehrpfad. Das Reservat mit einer Fläche von ca. 67 ha wurde 1989 an den südlichen Hängen über dem Stausee Slapy und der Ortschaft Mokrsko errichtet. Gleich auf dem gegenüberliegenden Ufer findet mein ein ähnliches Reservat, das Naturreservat Drbákov – Albertovy skály.

Kobylí dráha

Das 1989 ausgerufene Reservat mit einer Fläche von über 53 ha befindet sich auf einem steilen Hang des Berges Kletecka über dem rechten Ufer des Stausees Štěchovice. Das Reservat zeichnet sich durch ein reiches Vorkommen an zahlreichen wärmeliebenden Pflanzenarten aus. Auf dem Gipfel des Berges Kletecka befindet sich der Aussichtspunkt Smetanova vyhlídka.

Zvolská homole

Das Naturreservat am südlichen Rand von Prag umfasst u. a. einen steilen Felsenhang über der Moldau sowie anliegende Wälder und Wiesen. Ein Lehrpfad mit Informationstafeln verbindet das Naturreservat Zvolská homole mit den Ortschaften Vrané nad Vltavou und Zvole.