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Ausgewählte historische Sehenswürdigkeiten
an der unteren Moldau

Vrškamýk (Kamaik)

(…auch Hunec oder Kamýk genannt) Die ausgedehnte Ruine der von Wenzel I. in der I. Hälfte des 13. Jh. gegründeten Burg steht auf einer Anhöhe über der Ortschaft Kamýk nad Vltavou (Kamaik). Die Burg verlor nach der Erbauung Karlsteins ihre Bedeutung und man ließ sie verfallen.

Zvíkov (Klingenberg)

Eine mächtige frühgotische Königsburg, gegründet von Wenzel I. in der I. Hälfte des 13. Jh. auf einem Felsvorsprung hoch über dem Zusammenfluss der Moldau und der Otava (Wottawa). Der wichtigste Bauabschnitt der Burg ist mit der Herrschaft von Přemysl Otakar II. verbunden. Das älteste Burggebäude ist der prismenförmige sog. Knollenturm, auch Markomannen-Turm genannt.

Orlík (Worlik)

Die ursprüngliche Königsburg (die erste schriftliche Erwähnung stammt aus der Mitte des 13. Jh.) wurde im Laufe der Jahre mehrmals umgebaut. Im 16. Jh. bekam sie die Gestalt eines Schlosses, die heutige neugotische Gestalt ist den Bauänderungen Mitte des 19. Jh. zu verdanken. Das Schloss verfügt über vier Flügel, die einen Hof umschließen. Nach dem Auffüllen der Orlík-Talsperre 1960 „rückte“ die Burg vom hohen Felsvorsprung bis fast ans Wasser.

Zbraslav (Königsaal)

Das Schloss Zbraslav (Königsaal) war ursprünglich ein Zisterzienserkloster, gegründet von Wenzel II. und zwischen 1709 und 1732 von Jan Santini und František Kaňka im Barockstil umgebaut. Die heutige Gestalt des Schlosses ist auf den Umbau im Jahr 1825 zurückzuführen. Bis 2009 war hier das Depositorium der Nationalgalerie untergebracht.

Vyšehrad (Wyschehrad)

Staatliches Kulturdenkmal. Ursprünglich ein befestigter Ort aus dem 10. Jh. auf einem Felsen am rechten Moldauufer, verbunden mit zahlreichen Sagen und dem Beginn der böhmischen Geschichte. Die Silhouette von Vyšehrad dominieren die zwei Türme der Kapitelkirche des Hl. Peter und Paul. Der Friedhof an der Kirche wurde zur Begräbnisstätte für bedeutende tschechische Persönlichkeiten (Slavín).

Pražský hrad (Prager Burg – Hradschin)

Das Symbol Prags und der tschechischen Staatlichkeit, traditioneller Sitz der böhmischen Herrscher, seit 1918 auch Sitz des Staatspräsidenten. Gegründet bereits im 9. Jh., im Laufe der Zeit umgebaut und erweitert. Einer der größten Burgkomplexe weltweit. Zu den wertvollsten Gebäuden gehört der St.-Veits-Dom.

Strahovský klášter (Kloster Strahov)

Gegr. 1140 von Ladislaus II., das älteste Prämonstratenkloster Böhmens. Zu dem Gebäudekomplex, der u. a. auch das Museum der tschechischen Literatur beherbergt, gehört die ursprünglich romanische, später im gotischen Stil umgebaute und heute barocke Basilika der Mariä Himmelfahrt.

Troja

Ein Schloss im Stil des Hochbarock mit großzügig angelegtem, französischem Terrassengarten, erbaut zwischen 1679 und 1685 auf Anregung von Wenzel Adalbert Graf von Sternberg nach einem Projekt des französischen Architekten Jean Babtiste Mathey. Reiche malerische und bildhauerische Ausstattung.

Levý Hradec

Staatliches Kulturdenkmal. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Roztoky steht die Kirche des Hl. Kliment, unter der zwischen 1939 und 1941 die Reste einer Rotunde entdeckt wurden. Dabei handelte es sich um die erste christliche Kirche in Böhmen, gegründet vom Přemysliden-Fürsten Bořivoj am Ende des 9. Jh.

Nelahozeves (Mülhausen)

Der Geburtsort des Komponisten Antonín Dvořák (1841 - 1904). Das sich im Besitz der Lobkowiczer befindliche Schloss gehört zu den Spitzenwerken der böhmischen Renaissance-Architektur. Das zwischen 1553 und 1588 erbaute Schloss beherbergt eine große Bilderausstellung der Mittelböhmischen Galerie.

Veltrusy (Weltrus)

Nationales Kulturdenkmal. Schloss Veltrusy ist ein großzügig angelegtes Bauwerk im Stil des Hochbarock vom Beginn des 18. Jh. mit anliegendem Park, erbaut auf Anregung von Wenzel Anton Graf Chotek von Chotkow. Sein Sohn Rudolf lies das Schloss später erweitern.

Mělník (Melnik)

Ursprünglich eine altslawische hölzerne Burg der Pschowanen aus dem 9. Jh., später eine germanische Steinburg. Vom 13. bis 15. Jh. stand hier eine gotische Burg, die später zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. Die heutige Gestalt des Schlosses ist auf den Barockumbau im 17. Jh. zurückzuführen. Seit dem 13. Jh. wird hier Wein hergestellt. Umfassende Bildergalerie.